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14.09.2015 - Leserbrief: Energiewende ist eine politikergemachte Katastrophe

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Leserbrief zu "Appell an die umliegenden Gemeinden" ( FN 12. September)

Als Windmühlen-Gegner war ich zu Gast bei der sehr gut besuchten Veranstaltung in Oberlauda.

Die Bereitschaft der Bürger, dieser Zerstörung unserer Landschaft, vor allem unserer Wälder, endlich durch die Gründung einer Bürgerinitiative zu widersprechen, begrüße ich voll und ganz und habe dies mit meiner Unterschrift bekundet. Den Initiatoren danke ich hiermit ganz herzlich. Mit dem Satz "es reicht" sprach man mir aus dem Herzen.

Gestört haben mich allerdings dabei die wiederholten Beteuerungen, dass man grundsätzlich die Energiewende und auch die Windnutzung begrüße.

Deshalb meldete ich mich in der anschließenden Diskussion zu Wort, um die ganze Dimension dieses Wahnsinns anhand von Fakten aufzuzeigen. Ich zeigte eine Grafik der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen, aus der sich ergibt, dass nur 11,1 Prozent der gesamten in Deutschland verbrauchten Energiemenge aus den erneuerbaren Energien gewonnen wird. Insgesamt entfallen nur 1,5 Prozent auf die Nutzung aus Windkraft!! Dies sollte an dieser Stelle auch all jenen zu denken geben, die das "alles doch nicht so schlimm" finden.

Mein Einwand, dass die Bürgerbewegung höchstwahrscheinlich nichts erreichen wird, wurde falsch verstanden. Ich wollte damit nur auf die ungeheure Macht der Windlobby und der vielen willfährigen Politiker hinweisen, die alles "wasserdicht" gemacht haben und jede Gegenwehr zumindest massiv erschweren.

Ich bleibe dabei: diese Energiewende und dabei hauptsächlich der Ausbau der Windmühlen ist die größte ideologie- und politikergemachte Katastrophe unserer Zeit. Deshalb bitte ich alle Menschen in unserer Gemeinde, die ihre Heimat lieben, sich dieser Bürgerbewegung anzuschließen. Wir müssen denen "da oben" endlich zeigen. dass wir es ernst meinen und dass man unsere Stimme ernst nehmen muss. Liebe Mitbürger, proben wir den Aufstand! Und entziehen wir endlich diesen verantwortungslosen Politikern und Parteien, die für diese Entwicklung verantwortlich sind, durch eine Abwahl unser Vertrauen. Sie haben es nicht anders verdient.

© Fränkische Nachrichten, Montag, 14.09.2015

Dr. Christina Baum, MdB

Dr. Christina Baum ist:
 
Mitglied des 20. Deutschen Bundestag

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