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16.03.2021 - Leserbrief: Zum Leserbrief „Pülfringen ist kein Platz für all das, was andere nicht brauchen“

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Leserbrief - Zum Leserbrief „Pülfringen ist kein Platz für all das, was andere nicht brauchen“ (FN, 16. März)

Mit Drucksache 16/8474 vom 13. Juli .2020 fragte ich die Landesregierung nach dem geplanten Ausbau des 5G Netzes in Main-Tauber. Aufgrund der unvollständigen Antwort erkundigte ich mich zusätzlich beim Landrat und erfuhr, dass bereits 15 Sendemasten in Betrieb sind. Bei den Anlagen handele es sich um bereits vorhandene, aufgerüstete Mobilfunkmasten, die keiner Baugenehmigung bedürften. Auch sei eine Informationspflicht der Anwohner gesetzlich nicht vorgeschrieben. In einem Schreiben an alle Landräte wies ich diese auf die noch unklaren Fragen zur Schädlichkeit der 5G Technologie hin und bat darum, sich noch einmal ausführlich damit zu beschäftigen. Ich verwies dabei auf ein Papier des Wissenschaftlichen Dienstes des Europäischen Parlamentes, in dem folgendes geschrieben steht:

„. . . jedoch fehlen bislang Untersuchungen zu der Dauereinwirkung, die sich aus der Einführung von 5G ergeben würde. Dementsprechend ist ein Teil der Wissenschaftsgemeinde der Ansicht, dass die möglichen negativen biologischen Auswirkungen von elektromagnetischen Feldern (EMF) und 5G weiter erforscht werden müssen, insbesondere was die Häufigkeit des Auftretens einiger schwerer Krankheiten beim Menschen anbelangt . . .“

Zahlreiche wissenschaftliche Publikationen würden die Auswirkungen der EMF-Exposition darstellen, darunter ein erhöhtes Krebsrisiko, genetische Schäden, Lern- und Gedächtnisdefizite, neurologische Störungen und so weiter. Die schädlichen Auswirkungen beträfen nicht nur Menschen, sondern auch die Umwelt. In einem 5 G Appell (Stand Dezember 2019 waren es 268 Fachleute aus Wissenschaft und Medizin) weisen die Unterzeichner darauf hin, dass sich mit der immer umfassenderen Nutzung drahtloser Technologien niemand einer dauerhaften Exposition gegenüber EMF-Strahlung entziehen könne, da eine enorme Anzahl von 5G-Sendern mit geschätzten zehn bis 20 Milliarden Verbindungen installiert werde.

In dem Appell wird ein Moratorium beim Ausbau der fünften Generation für Telekommunikation empfohlen, bis potenzielle Risiken für die menschliche Gesundheit und die Umwelt vollständig durch industrieunabhängige Wissenschaftler erforscht wurden. Im AfD- Landtagswahlprogramm steht dazu: „Eine Einführung von 5G kann nur dann in Betracht gezogen werden, wenn die möglichen gesundheitlichen Risiken für die Bevölkerung eingehend untersucht und diese Technologie für unschädlich befunden wird, bis dahin ist eine Einführung abzulehnen.“ Bleiben Sie sehr achtsam, liebe Mitbürger, denn es geht nicht um Parteipolitik sondern um die Gesundheit von uns allen.

© Fränkische Nachrichten, Donnerstag, 16.03.2021

Dr. Christina Baum, MdL

Dr. Christina Baum ist:
Mitglied Ausschuss für Soziales und Integration
Leiterin Arbeitskreis Soziales und Integration
stellv. Mitglied Ausschuss für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz
stellv. Mitglied Ausschuss für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft

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